Vorgehen bei Verdacht auf

March 17, 2018 | Author: Anonymous | Category: N/A
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Qualitätshandbuch Geschäftsbereich Erziehung & Bildung

EB 5 Kernprozesse EB 5.3 Hilfeverlauf Vorgehen bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung

Der gesetzliche Auftrag: SGB VIII § 8a Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung (1) Werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bekannt, so hat es das Gefährdungsrisiko im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte abzuschätzen. Dabei sind die Personensorgeberechtigten sowie das Kind oder der Jugendliche einzubeziehen, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder des Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird. Hält das Jugendamt zur Abwendung der Gefährdung die Gewährung von Hilfen für geeignet und notwendig, so hat es diese den Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten anzubieten. (2) In Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten, die Leistungen nach diesem Buch erbringen, ist sicherzustellen, dass deren Fachkräfte den Schutzauftrag nach Absatz 1 in entsprechender Weise wahrnehmen und bei der Abschätzung des Gefährdungsrisikos eine insoweit erfahrene Fachkraft hinzuziehen. Insbesondere ist die Verpflichtung aufzunehmen, dass die Fachkräfte bei den Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten auf die Inanspruchnahme von Hilfen hinwirken, wenn sie diese für erforderlich halten, und das Jugendamt informieren, falls die angenommenen Hilfen nicht ausreichend erscheinen, um die Gefährdung abzuwenden. (3) Hält das Jugendamt das Tätigwerden des Familiengerichts für erforderlich, so hat es das Gericht anzurufen; dies gilt auch, wenn die Personensorgeberechtigten oder die Erziehungsberechtigten nicht bereit oder in der Lage sind, bei der Abschätzung des Gefährdungsrisikos mitzuwirken. Besteht eine dringende Gefahr und kann die Entscheidung des Gerichts nicht abgewartet werden, so ist das Jugendamt verpflichtet, das Kind oder den Jugendlichen in Obhut zu nehmen. (4) Soweit zur Abwendung der Gefährdung das Tätigwerden anderer Leistungsträger, der Einrichtungen der Gesundheitshilfe oder der Polizei notwendig ist, hat das Jugendamt auf die Inanspruchnahme durch die Personensorgeberechtigten oder die Erziehungsberechtigten hinzuwirken. Ist ein sofortiges Tätigwerden erforderlich und wirken die Personensorgeberechtigten oder die Erziehungsberechtigten nicht mit, so schaltet das Jugendamt die anderen zur Abwendung der Gefährdung zuständigen Stellen selbst ein. (SGB VIII vom 26. Juni 1990, zuletzt geändert 6.7.2009)

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M.Buntins

CL

22.11.2011/30.10.2014

06.11.2014 M.Mertens

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Qualitätshandbuch Geschäftsbereich Erziehung & Bildung

EB 5 Kernprozesse EB 5.3 Hilfeverlauf Vorgehen bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung

Stand der Umsetzung in der Graf Recke Erziehung & Bildung: Die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Düsseldorf in Fällen von Kindeswohlgefährdung ist durch das im Schreiben des Jugendamts an die Düsseldorfer Einrichtungsträger vom 04.02.2012 beschriebene Verfahren (Zusatzerklärung zur Leistungsvereinbarung) geregelt. Die folgenden Mitarbeitenden im Bereich der Jugendhilfe- und EingliederungshilfeAngebote der Graf Recke Erziehung & Bildungi haben eine anerkannte Fortbildung zur Fachkraft gemäß § 8a abgeschlossen: o o o o

Jürgen Eiben (Therapeut) Sabine Blitz (Fachbereichsleitung) Andreas Quabeck (Fachbereichsleiter) Michael Buntins (Qualitätsbeauftragter).

Bei entsprechendem Bedarf können diese vier Personen in Anspruch genommen werden. Der Verdacht auf Kindeswohlgefährdung kann sich beziehen o o

auf eine Situation außerhalb der Graf Recke Erziehung & Bildung (z.B. im familiären Umfeld) auf eine Situation innerhalb der Graf Recke Erziehung & Bildung (z.B. in der Wohngruppe).

In Situationen beider Art stehen die oben genannten vier Personen den Fachkräften der Graf Recke Erziehung & Bildung als Ansprechpartner zur Verfügung, wenn Unsicherheit darüber besteht, ob es sich um eine Kindeswohlgefährdung handelt. Insofern es sich um einen Verdachtsfall auf Kindeswohlgefährdung innerhalb der Graf Recke Erziehung & Bildung handelt, ist ein Ansprechpartner/eine Ansprechpartnerin zu wählen, die nicht durch ein Vorgesetzten- oder kollegiales Verhältnis mit dem in Frage stehenden Betreuungssystem verknüpft ist. Die für den Fall verantwortliche Fachkraft sorgt dafür, dass die innerhalb der Graf Recke Erziehung & Bildung zuständige Fachaufsicht umgehend über die Situation informiert ist. Die Fachaufsicht entscheidet darüber, ob hier darüber hinaus eine sofortige Information der Geschäftsführung oder weiterer Stellen erforderlich ist, und nimmt diese ggf. vor. Die Fachkraft, die den Verdacht auf Gefährdung gemeldet hat, nimmt unter Hinzuziehung der „insoweit erfahrene Fachkraft“ und ggf weiterer interner oder externer Fachkräfte entsprechend dem Auftrag des § 8a (2) eine Risikoeinschätzung vor. Die insoweit erfahrene Fachkraft ist in diesem Prozess beratend tätig; die Handlungsverantwortung verbleibt bei den für den Fall verantwortlichen Mitarbeitenden.

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Im Bereich FuD verfügen außerdem Frau Elke K.Kloppenburg und Frau Sandra Fountain über die entsprechende Qualifikation.

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